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Montag, 15.06.2009

Politiker begrüßen Ärzte-TÜV im Internet

"Politiker begrüßen Ärzte-TÜV (was für Wortungetüm!) im Internet" schreibt heute Spiegel Online über ein Initiative der AOK. Weiter heißt es
Gesundheitspolitiker haben die Initiative der AOK begrüßt, dass Versicherte künftig Ärzte im Internet bewerten können. Sie fordern zugleich Objektivität und "überprüfbare Kriterien" - und zeigen damit, dass sie nicht allzu viel wissen über Bewertungsportale.
Ich hoffe, dass es dann auch ganz selbstverständlich wird, dass sich Politiker einem "Politiker-TÜV" unterziehen. Wenn es den schon gäbe, müssten sich sicher einige Neuköllner Politiker warm anziehen, weil's bei ihnen schon lange nicht mehr für eine neue TÜV-Plakete reicht...!
Wer sind eigentlich diese angeblichen Gesundheitspoliker? Es gibt zur Zeit praktisch keine Gesundheitspolitik in Deutschland!
Anstatt sich den Themen Rauchen und Saufen (Suchtprävention in Schule und Kindergartten) anzunehmen, vergeudet man lieber seine Zeit mit der so medienwirksamen Schweinegrippe...
Und nach der Wahl wird es auch nicht besser!
Versprochen!

Mittwoch, 10.06.2009

Der Vogelsang Abgang

Es ist ja nun durch viele Gazetten gegangen: Unsere stelvertrende Bügermeisterin und Gesundheitsstadträtin Stefanie Vogelsang ist von der Neuköllner BVV abgewählt worden. Ich bin nun wirklich kein Freund der CDU, allerdings schäme ich mich als Neuköllner wie solche Ämter durch parteiinterne Querelen beschädigt werden. Es paßt mal wieder zu Neukölln. Leider! :(

Ein trauriger Neuköllner

Sonntag, 22.02.2009

Annie get your guns ein voller Erfolg!

120 Schüler des Neuköllner Albert-Einstein-Gymnasiums bereisten im Januar 2009 die drei Partnerstädte Wetzlar, Leonberg und Rutesheim mit ihrem Erfolgsmusical Annie get your Gun. Die von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky unterstützte Reise war - trotz de großen Streß - ein voller Erfolg für die Britzer Schule, die damit ein moderner Botschafter des so oft im Brennpunkt stehenden Bezirks Neukölln war.


Wie man dem Pressecho (s.u.) entnehmen kann, wurden die Schüler überall mit offenen Armen empfangen und (wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß) sind hieraus Kontakte und Freundschaften entstanden, die hoffentlich noch lange anhalten werden!



 


Weinverkostung bei Enzo

So langsam entwickelt sich das Blog ja zu einem Werbeglog für meinen Lieblingitaliener in Neukölln! :D
Aber ich denke Enzo hat in Neukölln schon so viele Fans, die allerdings noch nicht wussten, dass Enzo jetzt einen Online-Weinshop betreibt!
Um das Geschäft ein bisschen anzukurbeln, wird es im Frühjahr eine Weinverkostung in seinem Restaurant geben. Hier werden dann die leckeren Weine von Vittorino Baccichetto verkostet. Ich werde jedenfalls dabei sein! :)

Dienstag, 19.08.2008

Mein Lieblingsitaliener Enzo

Mein Lieblingsitaliener in Neukölln Enzo hat nun eine neue Internetpräzenz. Mit der alten Homepage gab es wohl Probleme. Der Anbieter ist wohl Pleite oder so... Ich bin gespannt wie sich die Seite mit Inhalten füllen wird. Im Moment sieht es noch etwas nach Baustelle aus! ;-)

Donnerstag, 24.05.2007

Neukölln.TV ist Medienpartner der 48 Stunden Neukölln

Für die neunten 48. Stunden Neukölln vom 22. bis zum 24. Juni ist Neukölln.TV Medienpartner im Bereich TV und Internet. Das Klima der Großstadt ist ein ganz spezielles, selten zeigt sich dies so deutlich wie in Neukölln. Mag die Atmosphäre hier bisweilen auch hitzig sein, sie ist besonders fruchtbar und bildet - fernab vom Schickimicki-Einerlei - einen einzigartigen Lebensraum kreativer Großstadtpflanzen.
Bereits zum 9. Mal präsentiert sich der subtropische Untergrund von Berlins multikultigstem Bezirk mit einem umfangreichen Programm. Vom 22. bis zum 24. Juni gibt es an mehr als 160 ungewöhnlichen Orten Exotisches zu entdecken. Neukölln.TV wird die interessantesten, schrägsten und überraschendsten Veranstaltungen über www.neukoelln.tv streamen und so einen ganz neuen Einblick in diesen liebenswerten Bezirk Berlins vermitteln.

Neukölln.TV
Okerstrasse 36
12049 Berlin
fon 030 5321 7401
fax 030 5321 7402
ahoi@neukoelln.tv
www.neukoelln.tv

Der Berliner Kulturverein traumpfad e.V. ist Betreiber des ersten Bezirks Web-TV Senders. Der erste Vorsitzende Norbert Kleemann war von 2000 bis 2004 Geschäftsführer der safran films gmbh und der Produzent von Borscht.TV. Die Internetsoap wurde 2002 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Er war von 1986 bis 2000 als Eventmanager in Berlin und in Frankfurt am Main tätig.

Freitag, 02.03.2007

Neukölln Blog

Ich habe soeben ein witziges Neukölln-Blog entdeckt.
Reinscgauen lohnt sich! ,-)

Montag, 19.02.2007

Das La Grappa wird geschlossen

Und wieder geht ein schönes Stück Neukölln verloren. Wie der Schockwellenreiter meldet schließt einer der besten Italiener in Nekölln, das La Grappa in der Erkstraße (direkt gegenüber dem Rathaus gelegen.
Ich bin morgen Abend mal wieder beruflich zu Gast bei Enzo (ebenfalls in der Erkstraße).
Da werde ich mal lauschen, was die Anwesenden zu dieser Meldung sagen.

Sonntag, 28.01.2007

Blutwurst aus Neukölln

Wer kennt ihn nicht, den Fleischer, der die besten Blutwürste der Welt herstellt.. :-D
Wann immer ich Gelegenheit habe zum Karl-Marx-Platz zu kommen, ich versuche bei diesem Fleischer einzukehren.
Der Stern schreibt:
in Schuss: Peng! Ein Beil: Hack! Für ein Schwein der schlimmste anzunehmende Fall. Für den Menschen ein Glück, solange ein gewisser Marcus Benser seine Finger im Spiel hat. Keiner macht nämlich eine bessere Blutwurst als der Metzger aus Berlin-Neukölln.

Ein Fähnchen an der Hauswand weist den Weg. "Heute frische Blutwurst" steht drauf; tagein, tagaus hängt es da. Also gleich rein in die Fleischerei "Gleich" am Karl-Marx-Platz in Neukölln, und da liegen sie auch schon: stramme Naturdärme, durch die tiefviolett das Blut schimmert. Süß, metallisch und dumpf steigt der Duft der "Berliner Blutwürste" in die Nase. Sie mögen keine Blutwurst? Zu pappig? Zu labberig? Weil sie nach Tod und Resteverwertung schmeckt? Diese Blutwurst ist anders. Versprochen!

Immerhin 150 Kilo davon verlassen täglich die Fleischerei, gehen ins In- und Ausland. Aus ganz Berlin kommen die Kunden, und abends liegt die Blutwurst im "Borchardt" oder "Vau" an Champagnerkraut oder Balsamicolinsen, nicht als braunes Gekröse, sondern schön in Scheiben. Und günstig ist sie: Bei Gleich macht das Kilo Siebenneunzig, eine Wurst Einsfünfzig. Das geht auch mit Hartz IV.
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Goldmedaille abgeräumt
Das Schaufenster hier ziert der Schriftzug www.blutwurstritter.de, so darf sich Fleischermeister Marcus Benser nennen, seit der französische Orden der Blutwurstritter ihn 2004 aufgenommen hat. Alljährlich küren diese Experten in der Normandie die besten Würste. 2006 hat Benser die Goldmedaille abgeräumt. Sein Geheimnis? Benser sagt: "Es gibt keins." Dafür Blutwurstrezepte wie Grieben im Schmalz: In Frankreich heißt sie "Boudin", bei den Briten "Black Pudding", bei den Spaniern "Morcilla", und in Deutschland gibt es fast so viele Namen wie Regionen - die Kölner Flönz, westfälisches Möppkenbrot, Rotwurst, Grützwurst, Tote Oma und eben die Berliner Blutwurst.

Gucken wir Benser beim Blutwursten mal zu. Im weißen Kittel sieht er trotz hautfarbener Gummistiefel mehr nach Arzt aus als nach Metzger: ovale Nickelbrille, schlanke Statur, glattes Gesicht. In der Berufsschule war er Klassenbester, heute ist er 32 Jahre alt. Vor Bensers Nase wirbelt Schrippenstaub durch die Luft. Der Cutter häckselt gerade eine Kiste trockene Brötchen, die in die Wurst müssen.
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Blutwurst mit Pfirsich, Champignons und Blattspinat
Für 2 Portionen
3 Schalotten; 2 Knoblauchzehen; 6 Stängel Majoran; 1 Lorbeerblatt; Salz; 2 geräuch. Blutwürste; 2 Pfirsiche; 250 g junger Blattspinat; 10 Champignons; weißer Pfeffer; 110 g Butter; Saft 1 Zitrone; 2 Scheiben Toastbrot

1 Aus 1/2 l Wasser, 2 Schalotten, 1 Knoblauchzehe, Majoran, Lorbeer und Salz zugedeckt in 30 Min. einen Fond kochen. Blutwurst darin 10-15 Min. bei geringer Hitze ziehen lassen. 100 ml Fond zurückbehalten.

2 Inzwischen die Pfirsiche blanchieren, häuten, halbieren und entsteinen. Spinat waschen, putzen und trockenschleudern.

3 Die Pilze salzen, pfeffern und in einer heißen Pfanne trockenrösten, bis sie um 1/3 geschrumpft sind, dabei oft rütteln. Übrige Schalotte und Knoblauch schälen und halbieren. Hitze stark reduzieren, 20 g Butter, Schalotte und Knoblauch zugeben, 3-5 Min. braten. Spinat separat in einer Pfanne zusammenfallen lassen und mit 20 g Butter, Salz und Zitronensaft würzen.

4 Pfirsiche in 20 g Butter sanft braten, mit 100 ml Fond ablöschen und gar dünsten.

5 Toast entrinden, würfeln und in 50 g Butter rösten. Wie auf dem Foto servieren.

Zubereitungszeit: 1 Stunde
Tipp: Statt der Pfirsiche können Sie auch Birnen oder Äpfel verwenden.

Seit 3000 Jahren verwursten wir Blut
Was noch? Gekochte Speckschwarten fallen aus dem Fleischwolf - nicht zu klein, damit die Wurst später Biss hat. Dann pladdern Zwiebeln in den Eimer, so frisch, dass die Luft in den Augen beißt. Höchste Zeit für das Blut; mit einem riesigen Schneebesen schlägt Benser das schlierige Zeug auf. Wenn es reinrot ist, kübelt er es zu Schrippen, Speck und Zwiebeln. Alles noch mal durchmengen, dazu 'ne Schippe Salz und eine mit Gewürzen. Thymian, Nelken, Zimt, Piment und Macis, die Blüte der Muskatnuss. Wie viel genau? Benser grinst.

Schon seit 3000 Jahren verwursten die Menschen Blut. Schriftlich erwähnt hat es erstmals Homer in der "Odyssee": "Hier sind Ziegenmagen, mit Fett und Blute gefüllet/Die wir zum Abendschmaus auf glühende Kohlen geleget." Krieger glaubten, der Verzehr von Blut gäbe Kraft. Über Rom gelangte die Blutwurst nach Spanien, weiter nach Frankreich, von dort schleppten die Hugenotten sie nach Deutschland, vor allem ins Rheinland und nach Brandenburg. Und dann, in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, schrieb einer in ein Büchlein, wie bei Bensers die Blutwurst gemacht wird.

Keine Extrakte, sondern Natur
Daran hält Marcus Benser sich noch heute. Die Zutaten kauft er, wo es ebenso traditionell zugeht wie in seinem Betrieb. Den brasilianischer Pfeffer zum Beispiel bei "Kahler Gewürze" in Tempelhof, denn die verarbeiten keine Extrakte, sondern Natur. Nie käme er auf die Idee, woanders zu bestellen, weil es dort vielleicht billiger ist. "Wenn das Kilo Pfeffer vier Euro kostet, der Extrakt drei, was spar ich denn da? Auf 150 Kilo Blutwurst kommen 750 Gramm Pfeffer, da hab ich 25 Cent gespart. 25 Cent auf 900 Würste!" Pffff.

So denken vielleicht Betriebswirte in den Industriefleischbetrieben oder Kollegen, die nicht rechnen können. Aber Benser kann's. Er ist nämlich nicht nur Fleischermeister, sondern auch Bankkaufmann. Sein Vater, der Fleischer, wollte, dass der Junge ins Büro geht, damit er nicht so placken muss. Aber der Sohn mochte dann doch lieber metzgern, weil er was zum Anfassen braucht.

Teig ab für die Wurstspritze
Benser gräbt die Hand in den schweren Blutteig, der blubbert, als würde tief drinnen etwas atmen. Weich und klebrig ist er, und was Benser von den Fingern schleckt, schmeckt wie immer - harte Arbeit bei Naturprodukten, denn die Zutaten sind nie exakt gleich. Da müssen die Geschmacksnerven des Chefs ran. Von sechs Uhr morgens bis abends steht er in der Fleischerei, am Wochenende hat er mit dem Partyservice zu tun. Urlaub gibt es nicht. Benser sagt: "Ich bin Überzeugungsfleischer." Und nickt den Teig ab für die Wurstspritze.

Die 18-Meter-Därme treiben wie Nylonstrümpfe im Wassereimer. Aus dem Handgelenk zieht er die Rinderkranznaturdärme zack, zack, zack auf die Tülle. Stoßpeifend wie eine Dampflok legt die Wurstspritze los, der schlaffe Darm springt zur Wurstform auf. Dann macht es noch mal klack, klack, klack, wenn der Geselle die Metallzwicken vorn und hinten dranklipst, zum Schluss gehen die Blutwürste bei bis zu 78 Grad in den Wurstkessel.

Zeit für den Anschnitt
Eine halbe Stunde Zeit fürs Büro. Seit 1997 metzgermeistert Benser, das Geschäft läuft. Man kann seine Würste auch im Internet bestellen. Filialen aber kommen nicht infrage, um die könnte sich der Meister nicht auch noch kümmern. Letztens hat mal einer vorgeschlagen, auf Bio-Fleisch umzusteigen. Benser schüttelt den Kopf. Zu teuer für Neukölln. Mehr als Handwerk geht hier nicht. Und ist das nicht auch das Geheimnis seines Erfolges? Die Konsensblutwurst? Eine für alle? Die Sterne-Restaurant-Gängern ebenso schmeckt wie den Jurykostern, den Arbeitslosen wie den Bauarbeitern. Egal, ob mit Bio oder Aldi kombiniert - sie ist so günstig, dass sie Gourmetköchen viel Geld bringt, den Armen aber nur wenig nimmt.

Jetzt ist endlich Zeit für den Anschnitt. Da muss die Wurst stehen, sagt Benser, da darf nichts rausspritzen. Locker muss der Blutbrei von der Pelle gehen, und was er da herausgabelt, zergeht in der Tat auf der Zunge. Erst schmeckt es nach Weihnachten, weich und nach Zimt, dann nach Salz und Majoran, und bevor der Happs in die Speiseröhre rutscht, knallt der Pfeffer. Nicht, als hätte man einen Vulkan verschluckt, mehr ein Muntermacher, der den Gaumen kitzelt. Marcus Benser nickt. Wer Blutwurst hasst, kennt seine nicht.

Samstag, 06.01.2007

Der Neuköllner Bücher-Bus wird plattgemacht!

Das wird meine Kinder wenig freuen. Wie der Berliner Kurier meldet wird der Neuköllner Bücherbus eingestellt.
Der Bücherbus ist eine rollende Bibliothek und hat auch hier in unserer Straße im Drusenheimer Weg vor der Kita eine Haltestelle. Meine Kinder leihen sich dort regelmäßig Kassetten, CDs und natürlich Bücher aus.
Und was sagt der Bildungstadtrat Wolfgang Schimmang (SPD) dazu?
"Bedauerlicherweise wird das viele Schüler treffen, da der Bus auch Schulen anfährt. Er hat in etwa die Ausleihzahlen der festen Bibliotheken, müsste aber längst ersetzt werden. Und das Geld dafür habe ich erst recht nicht."
Aha, das ist also die neue Berliner Bildungsoffensive? Gute Nacht, Neukölln!